Im praktischen Einsatz werden Motoren mit wechselnden Lasten betrieben und selten voll ausgenutzt.
Um auch Aussagen für die Charakteristik eines Motors im Teillastbereich machen zu können, wurden vor vielen Jahren in Zusammenarbeit mit der Industrie und Fachzeitschriften fünf zusätzliche Messpunkte für die Messung an der Zapfwelle entwickelt und eingeführt. Sie sind neben der Messung auf der Vollast- und den Abregelkurven inzwischen auch Pflicht-Bestandteil der Leistungs- und Verbrauchsermittlung nach OECD Standard Code. Die Punkte repräsentieren Betriebspunkte, wie sie in der Praxis häufig vorkommen und lassen Vergleiche der absoluten und spezifischen Verbräuche im Teillastbereich zu.
Was bedeutet PowerMix?
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DLG-POWERMIX – DER „ACKER IM LABOR“Der nächste Schritt zur Verbrauchsmessung im gesamten Betriebsbereich bei praxisähnlichen Bedingungen ergab sich mit der Inbetriebnahme des neuen Bremswagens des DLG-Testzentrums im Jahr 2003. Um die Verhältnisse auf dem Acker nachzubilden, werden jetzt dem Schlepper alle drei Leistungsarten, die er liefern kann, abverlangt. Zudem sind die Betriebszustände nicht mehr statisch, sondern variabel, das heißt, es wird mit wechselnden Belastungen gefahren. |
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DIE POWERMIX-ZYKLENDie Belastungen der insgesamt zwölf Zyklen sind in drei Gruppen aufgeteilt. In der ersten Gruppe sind die reinen Zugarbeiten vertreten, nämlich die Simulation von Pflügen und Grubbern. Die Zyklen werden in jeweils zwei Versionen gefahren, einmal als „100 %“ mit hoher und einmal als „60 %“ mit reduzierter Auslastung des Schleppers. Die zweite Gruppe umfasst die Zapfwellenarbeiten mit der Simulation von Arbeit vor der Kreiselegge und Mähen. Hier gibt es jeweils drei Belastungsstufen, 100 %, 70 % und 40 %. Zwei weitere Zyklen mit zusätzlicher Leistungsanforderung an die Hydraulikanlage des Schleppers werden gefahren, nämlich die Zyklen Miststreuen und Pressen. Die Hersteller müssen für die einzelnen PowerMix-Zyklen bestimmte Vorgaben bei Fahrgeschwindigkeit und Zapfwellendrehzahl einhalten. Es wird bei der Prüfung darauf geachtet, dass nur Einstellungen vorgenommen werden, die serienmäßig und damit auch für den Landwirt erreichbar sind. |
Der DLG-PowerMix hat sich inzwischen als ein anerkanntes Messverfahren bei den Herstellern und auch bei den Landwirten eingeführt. Er bietet eine gute Vergleichsmöglichkeit für den Verbrauch eines Schleppers unter standardisierten, künstlichen Feldbedingungen. Neben den Eigenschaften des Motors im Volllastbereich können so bessere Aussagen über praxisbezogene Verbräuche gemacht werden.
Quelle: Auszüge aus „DLG-PowerMix - der „Acker im Labor““, Friedrich Uhlig, DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel, Groß-Umstadt, 20.05.2010, www.dlg.org























