Die vierte Generation der Baureihe besetzt mit vier Modellen (Fendt 1040, 1044, 1048 und Fendt 1052 Vario) den Leistungsbereich von 426 bis 550 PS (313 – 405 kW). Bei dieser Baureihe ist das Mehrleistungskonzept Fendt DynamicPerformance (DP) für alle Modelle verfügbar und gibt je nach Modell 26, 27 oder 30 PS (19, 20 bzw. 22 kW) zusätzlich frei, wenn diese benötigt werden. Fendt DP ist weder an Fahrgeschwindigkeit noch spezielle Einsatzaufgaben gebunden und funktioniert rein dynamisch – selbst bei Zapfwellenarbeiten im Stillstand oder je nach Einsatzbedingungen in der Bodenbearbeitung. Steigt der Leistungsbedarf bei Verbrauchern wie Hydraulik, Zapfwelle, Druckluftversorgung oder Klimaanlage, gibt Fendt DP mehr Leistung frei und sorgt für gleichbleibende Arbeitsleistung.
Modell | Max. Leistung | Maximalleistung mit DP nach ECE R120 | Max. Drehmoment (Nm) |
Fendt 1040 Vario | 400 PS (294 kW) | 426 PS (313 kW) | 2.090 Nm |
Fendt 1044 Vario | 440 PS (323 kW) | 466 PS (343 kW) | 2.280 Nm |
Fendt 1048 Vario | 480 PS (352 kW) | 507 PS (373 kW) | 2.470 Nm |
Fendt 1052 Vario | 520 PS (382 kW) | 550 PS (405 kW) | 2.650 Nm |

Entwickelt als flexibler und kompakter Traktor in der Leistungsklasse bis 550 PS lag der Fokus der Entwicklung auf einem niedrigen Grundgewicht bei kompakten Abmaßen für die Leistungsklasse, die einen möglichst unverstellten Blick auf das Arbeitsergebnis ermöglichen. Dazu kommen zahlreiche Ausstattungsoptionen konstruiert für die globalen Anforderungen an einen Standardtraktor für schwere Zug- oder Bodenarbeiten, für den Transport mit bis zu 60 km/h (bei Flansch- und 2,50 m Stummelachse) oder für den Einsatz im Bau- und Forstbereich mit Anbaugeräten mit einem hohen Leistungsbedarf wie Bodenstabilisierungsfräsen oder Holzhackern.
Der bekannte MAN Motor ist in der aktuellen Ausbaustufe bereits für HVO100 sowie weitere Kraftstoffe nach DIN 15940 freigegeben. Betrieben mit HVO kann der CO2-Fußabdruck der Maschine deutlich gesenkt werden. Durch technische Optimierungen steigt das Wechselintervall des Getriebeöls von 2.000 auf 4.000 Betriebsstunden bzw. 4 Jahre. Dies reduziert die Wartungskosten weiter.
Optimal ausgeleuchtet - Mit bis zu 120.500 Lumen

Mit der Baureihe Fendt 1000 Vario stellt Fendt erstmalig die neue Traktorkabine mit exklusiv entwickeltem Lichtkonzept vor. Arbeiten wie Aussaat, Ernte oder der Winterdienst sind stark vom Wetter abhängig. Dauern diese Arbeiten aufgrund eines drohenden Wetterumschwungs oder Zeitdrucks bis in die Nacht, um die Erntequalität hochzuhalten, kann die Beleuchtung des Traktors über die Weiterführung der Arbeiten entscheiden.
Die Sicht nach vorne sowie der Blick auf das Anbaugerät und die umgebende Fläche sind zentral, um das Arbeitsergebnis laufend zu überwachen. Die LED Scheinwerfer gibt es in zwei Ausstattungsvarianten: Vision und UltraVision. In beiden Varianten können acht oder 12 Scheinwerfer im Kabinendach verbaut werden. In der Variante UltraVision leuchtet der Traktor die Fläche mit 4.400 Lumen pro Scheinwerfer aus und die Scheinwerfer sind in 5 Stufen dimmbar. Diese Funktion ist besonders hilfreich, wenn mehrere Maschinen auf einer Fläche arbeiten. Die Ausstattungsoption Vision bietet jeweils 1.000 Lumen pro Scheinwerfer. Alle Scheinwerfer inklusive der Rundumkennleuchte sind fest im Kabinendach verbaut und für optimale Ausleuchtung und blendfreies Arbeiten im landwirtschaftlichen Einsatz wie Feld- oder Erntearbeiten sowie Einsätzen auf dem Silo, im Forst oder auf Baustellen platziert.
Einfache und schnelle Bedienung

Für angenehme und schnelle Bedienung der Arbeitsbeleuchtung können bis zu vier individuelle Licht-Profile abgespeichert werden. Fährt der Traktor beispielsweise in der Erntekette, kann die rechte Seite dunkel und die linke Seite heller eingestellt werden, um den Mähdrescherfahrer nicht zu blenden. Die eingestellte Konfiguration kann zudem mit einem Klick gespiegelt werden. Diese Funktion ist in Situationen mit speziellen Anforderungen an die Ausleuchtung wie beispielsweise Fräsen auf Nachtbaustellen geeignet. Dann kann das Licht auf der Seite mit vorbeifahrendem Verkehr gedimmt werden, während die von der Straße abgewandte Seite heller ausgeleuchtet wird. Wechselt der Traktor die Arbeitsrichtung beim Fräsen, kann er die Einstellung spiegeln und verhindert ein Blenden des Verkehrs. Neu ist auch die unabhängige Steuerung von Scheinwerfern auf der gleichen Position. Ändert sich das Wetter durch Nebel oder Regen kann die Lichtintensität schnell angepasst werden.
Für die Installation ergänzender Arbeitsscheinwerfer oder zukünftig mit Sensoren kann die Maschine an der C-Säule mit Tech Rails ausgestattet werden. Die Tech Rails inklusive eigener Kabeldurchführung bieten Platz für bis zu zwei Arbeitsscheinwerfer pro Seite. Damit sind die Maschinen für zukünftige Anforderungen vorbereitet.

Die optionale Deichselbeleuchtung Fendt GroundVision leuchtet den Bereich direkt am Heck der Maschine aus. So wird zum einen im Feldeinsatz die Fläche direkt vor dem Anbaugerät sowie dessen Front ausgeleuchtet, zum anderen vereinfacht sie das An- und Abkuppeln von Anbaugeräten bei Dunkelheit. Die Leuchten sind jeweils am unteren Ende der Heck-Kotflügel integriert.

Zusätzlich sind zudem die bekannten Scheinwerferoptionen am Chassis des Traktors verfügbar, die das Lichtkonzept komplettieren. Dazu zählen:
- Arbeitsscheinwerfer in der Haube
- Tagfahrlicht (Serie)
- Abblend- und Fernlicht
- Corner Lights (Serie)
- Zusatzbeleuchtung am Spiegelhalter
- Neue Blink- und Positionsleuchten
- 4 Arbeitsscheinwerfer an der A-Säule
- Einstiegsbeleuchtung
- Rückleuchten
- Arbeitsscheinwerfer an den Kotflügeln hinten
- Beleuchtung zur Kennzeichnung bei Überbreite
Der beste Platz auf dem Feld und der Straße
Die Traktorkabine ist zentral für den Fahrkomfort: Sitz, Klimaanlage, Beleuchtung und Sichtachsen beeinflussen den Arbeitskomfort genau wie das Arbeitsergebnis. Beispielsweise sind Überblick und eine ruhige Fahrweise im Einsatz mit einem Überladewagen auf dem Feld oder einer Bodenstabilisierungsfräse entscheidend, um das Erntegut möglichst effizient und komfortabel einzufahren beziehungsweise die Arbeiten präzise auszuführen. Gute Sichtachsen und ein angenehmes Fahrgefühl erleichtern dies durch das abgestimmte Federungskonzept und den VarioDrive Antriebsstrang. Das Zusammenspiel der serienmäßigen Einzelrad- und Vorderachsfederung, der Schwingungstilgung des Krafthebers und der pneumatischen Sitzfederung sorgt für einen hohen Fahrkomfort. Die optional getönte Heckscheibe und drei optionalen Fußrasten steigern den Fahrkomfort an langen Tagen weiter.


Der elektrisch einstellbare „Super-Komfortsitz Titanium Leder“ verfügt über zahlreiche Optionen für hohen Sitzkomfort. Die Sitzhöhe und -position sowie die Neigung der Rückenlehne stellt der Fahrer elektrisch über einen Hebel an der Sitzseite ein. Wechselnde Fahrer können personalisierte Sitzprofile anlegen und diese über ihr Benutzerprofil in FendtONE onboard abrufen.
Die Komfortfunktionen bestehen aus:
- Mehrstufige Sitzklimatisierung
- Mehrstufige Sitzheizung
- Vier-Wege Lordosen Stütze
- Einstellbare Seitenwangen
- Massagefunktion mit drei verschiedenen Programmen
- Memory Funktion für verschiedene Benutzer
Auch bei Einsätzen bei hohen Außentemperaturen herrschen dank der Leistung der Klimaanlage mit serienmäßiger Automatik angenehme Temperaturen in der Kabine. Dazu kommt eine neue Kompressorkühlbox mit 12 Litern Volumen. Darin können Getränke und Verpflegung gekühlt (0-16°C) werden.
Neu ist auch die Integration von Apple CarPlay in das Fendt Infotainment per Kabel oder Bluetooth. Die Bedienung erfolgt wie bereits aus dem Automobilsektor bekannt über das Terminal an der Armlehne. Die Software wird ab Juni 2026 ausgerollt.
Saubere Luft unter staubigen Bedingungen

Standardmäßig ist der Fendt 1000 Vario mit dem exklusiven Lüftungs- & Kühlkonzept Concentric Air System (CAS) ausgestattet. Für den Lüfter ist optional eine Umkehrfunktion verfügbar. Bereits mit der dritten Generation des Fendt 1000 Vario war der DLG-prämierte selbstreinigende Luftfilter für den MAN Motor optional erhältlich. Diese Option ermöglicht ein automatisches, regelmäßiges Ausblasen des Luftfilters während des Arbeitstages, verringert den Wartungsaufwand und schont die Komponenten. Erfolgt die Reinigung des Motorluftfilters automatisch, können Fahrerinnen und Fahrer ihre Feldarbeiten ohne Unterbrechung erledigen, die regelmäßige Reinigung steigert die Langlebigkeit der Maschine und sorgt für optimale Motorleistung und verringerten Kraftstoffverbrauch.

Diese Option wurde in der vierten Generation des Fendt 1000 Vario nun um eine automatische Reinigung des Kabinenluftfilters ergänzt. Bei diesem System wird der Kabinenluftfilter durch Unterdruck und einen Zyklonabscheider kontinuierlich, automatisch passiv mitgereinigt. Diese Zusatzfunktion wurde speziell für den Einsatz bei heißen oder besonders staubigen Bedingungen, wie Grubbern bei Trockenheit oder Arbeiten mit einer Quaderballenpresse mit Vorbauhäcksler entwickelt. Die automatische Reinigung hält die Luftqualität in der Kabine hoch und reduziert den täglichen Wartungsaufwand.
Globale Anforderungen für regionale Besonderheiten

Der Fendt 1000 Vario kann mit 60 Zoll Spur ab Werk bestellt werden. Ebenso stehen alle gängigen Anhängesysteme zur Auswahl. Neu werden in Europa auch die Zugkugelkupplung K80 in der Untenanhängung und die schwenkbaren Zugstangen in Kategorie 4 und 5 verfügbar sein. Der selbstreinigende Luftfilter samt automatischer Absaugung für den Kabineninnenraum spielt seine Vorteile in besonders trockenen Regionen aus.
Leistung nach Bedarf im Ackerbau
Der Antriebsstrang des neuen 1000 Vario setzt sich zusammen aus der neusten Generation des einstufigen VarioDrive Getriebes und dem 6-Zylinder MAN Motor mit 12,4 Litern Hubraum. Je nach Einsatz in der Bodenbearbeitung, Aussaat oder Ernte benötigen Traktoren im Ackerbau unterschiedlich viel Leistung. Der Leistungsbedarf wirkt sich direkt auf den Kraftstoffverbrauch aus. Daher lag ein Schwerpunkt der Entwicklung der neuen Generation des Fendt 1000 Vario auf der Wirtschaftlichkeit. Je nach Arbeitseinsatz sorgt das Konzept der einstellbaren Leistungsstufen für hohe Effizienz und niedrigen Kraftstoffverbrauch, da die abgerufene Leistung bedarfsgerecht angepasst wird.
Einstellbare Leistungsstufen
Ein absolutes Novum des Fendt 1000 Vario Gen4 sind eben diese einstellbaren Leistungsstufen. Die besonders leistungsstarken Modelle werden häufig auch bei Arbeiten mit einem geringeren Leistungsbedarf eingesetzt, um die Maschinen optimal auszulasten. Erstmals kann der Fahrer die verschiedenen Leistungsstufen je nach Einsatzspektrum und Anbaugerät passend auswählen. Wird das Topmodell Fendt 1052 Vario zum Beispiel vor einer Quaderballenpresse oder einer 8 m Kreiselegge eingesetzt, kann die Leistung reduziert werden. Bei jedem Modell ist immer nur die Anpassung der Leistungsstufe nach unten möglich. Das heißt, dass Kunden eines Fendt 1044 Vario nicht die Leistung der größeren Modelle Fendt 1048 und 1052 Vario abrufen können, sondern nur die des kleineren Modells Fendt 1040 Vario. Diese Option senkt den Kraftstoffverbrauch erheblich, schont Anbaugeräte, die nicht für 550 PS Motorleistung ausgelegt sind und der Traktor kann vielseitiger eingesetzt werden.

Neben der abgerufenen Leistung ist das Zusammenspiel aus Motor und Getriebe im Antriebsstrang Fendt VarioDrive ein wichtiger Faktor für den niedrigen Kraftstoffverbrauch. Für die vierte Generation des Fendt 1000 Vario wurden Motor und Getriebe noch einmal optimiert, sodass der Motor mehr Leistung bei einem geringeren Verbrauch bereitstellt. Zu den bekannten Vorteilen von VarioDrive zählen: Das Schalten der Fahrbereiche sowie das manuelle Ein- und Ausschalten des Allradantriebs entfallen. VarioDrive treibt die Vorder- und Hinterachse unabhängig bedarfsgerecht an und verteilt die Kraft dynamisch auf die Achse mit Grip. Das Ergebnis: Im Feld steht die volle Zugkraft zur Verfügung und Verspannungen bei Straßen- oder Kurvenfahrten werden vermieden. Erstmals in der Landtechnik kann die Vorderachse den Schlepper aktiv um die Kurve ziehen – der pull-in turn Effekt. Der Traktor benötigt weniger Platz beim Wenden.
Auch das Niedrigdrehzahlkonzept Fendt iD reduziert den Kraftstoffverbrauch. Sämtliche Traktorkomponenten wie Motor, Getriebe, Hydraulik und Kühlung wurden auf das sogenannte „high torque – low engine speed“ Prinzip ausgelegt. So erreicht der Fendt 1000 Vario mit dem Niedrigdrehzahlkonzept Fendt iD auch bei niedriger Motordrehzahl ein hohes Drehmoment und spart Kraftstoff. Die Nenndrehzahl liegt bei nur 1.700 U/min. Im Hauptarbeitsbereich liegt die Drehzahl bei ruhigen 1.100 bis 1.400 U/min. Die Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h erreichen die Traktoren bereits bei 1.200 U/min, und die maximal mögliche Geschwindigkeit von 60 km/h bei 1.450 U/min. Das maximale Drehmoment von 2.650 Nm steht beim Topmodell Fendt 1052 Vario schon ab 1.150 U/min bereit und sorgt für hohe Zugkraft und Beschleunigungsstärke bei einem minimalen spezifischen Kraftstoffverbrauch.


Hohe Nutzlast und Hydraulikleistung im Ackerbau

Hydraulikfunktionen wie pneumatische Gebläse, die Schardruckregelung oder das Absenken und Anheben der Einzelkornsämaschinen oder auch Gülleausbringung mit einem Fass inklusive Saugarm erfordern eine hohe, bedarfsgerechte Hydraulikleistung bezüglich Druck und Volumen sowie eine hohe Stützlast bzw. Nutzlast. Maximal verfügt der Fendt 1000 Vario über sechs Hydraulikanschlüsse im Heck sowie ein Steuergerät in der Front (6+1). Optional kann zudem ein Doppelpumpensystem mit 430 l/min (220 + 210 l/min) Fördervolumen verbaut werden. Im Heck können die Load Sensing (LS)-Anschlüsse und Steuergeräte mit FFC-Kupplungen ausgerüstet werden. Diese reduzieren den Schmutzeintrag in das System sowie Lecköl und Druckverluste.
Das Einsatzgewicht von 14 t bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 21 t bei einer Zulassung mit 40 oder 50 km/h erlaubt 7 t Nutzlast. Ist der Traktor auf 60 km/h zugelassen, liegt das zulässige Gesamtgewicht bei 18 t und erlaubt 4 t Nutzlast.
Zahlreiche Achs- und Reifenoptionen

Für die Baureihe Fendt 1000 Vario stehen zahlreiche Optionen für die Hinterachse sowie die Bereifung mit einem maximalen Durchmesser von 2,35 m im Heck zur Wahl. Je nach lokaler Anforderung können Kundinnen und Kunden den Traktor serienmäßig mit einer Flansch- oder einer Stummelachse bestellen. Für Europa steht eine Stummelachse mit einer Außenbreite von 2,50 m zur Verfügung. Für Länder außerhalb der EU steht eine Stummelachse mit einer Außenbreite von 3,0 m zur Verfügung.
Mit der vierten Generation stehen dem Kunden mehr Bereifungsoptionen zur Verfügung. Je nach Einsatzspektrum stehen Einzelreifen, metrische Zwillingsbereifung oder Row Crop Zwillinge zur Wahl. Neu für Europa ist die Option der Row Crop Zwillingsbereifung an der Hinterachse des Traktors ab Werk. Dabei werden viermal 480/95R54 Reifen montiert. In Kombination mit einem neu gestalteten Heck samt Unterlenkern mit Schnellfanghaken, Rub Blocks und der Stummelachse mit 2,5 m Außenbreite erfolgt die Montage der äußeren Reifen mit der Duo-Radnabe.


Die Duo-Radnabe ist ein Koppelungssystem für Zwillingsräder, dass die Übertragung höherer Kräfte ermöglicht. Sie überträgt die Leistung sicher über die Achsen, anders als über die Felgen, wie bei herkömmlichen Lösungen. An der Vorderachse wird die bewährte Einzelbereifung (710/60R38) verbaut. Hier wurde die Spur für erhöhte Wendigkeit auf 2.250 mm angepasst. Diese Komplettlösung ist ab Werk verfügbar, steigert die Zugleistung und reduziert den Schlupf. Dabei bleibt die Maschine unter einer Außenbreite von 3,50 m, dies ermöglicht die Zulassung mit einer Ausnahmegenehmigung. Im Heck stehen sowohl Zugpendel als auch die K80 Kugel zur Wahl, außerdem kann ein klassisches Zugmaul genutzt werden, um traditionelle Anhängungen abzudecken.
Für den Fendt 1000 Vario Gen4 ist zudem die bekannte Reifendruckregelanlage VarioGrip erhältlich. Sie vergrößert die Aufstandsfläche der Reifen, steigert die Zugleistung, verringert gleichzeitig den Kraftstoffverbrauch und steigert damit die Gesamtproduktivität der Maschine. Fendt VarioGrip ist optional direkt ab Werk sowohl für die Flansch-, als auch die Stummelachsen, bei Zwillingsbereifung für Row Crop und auch mit Radgewichten bestellbar.
Optional stehen zudem Rad- sowie Frontgewichte zur Wahl. Neu sind Radgewichte von 1,3 t und das Frontgewicht mit 2,2 t. Die hohe Materialdichte der Gewichte reduziert das Gesamtvolumen und ermöglicht so kleinere Abmaße. Im Falle des Frontgewichts lädt die Maschine damit weniger stark nach vorne aus und die Gewichtskanten lassen Abblend- und Fernlicht frei.
Standardbereifung | Standardbereifung | Max. Bereifung metrisch (Zwillinge) | Max. Bereifung Row Crop (Zwillinge) | |
Fendt 1040 Vario | Fendt 1044 - 1052 Vario | Fendt 1040 - 1052 Vario | Fendt 1040 - 1052 Vario | |
Vorne | VF650/60 R38 | VF650/65 R38 | VF710/60 R38 | 420/85 R38 |
Innen | VF650/65 R38 | 420/85 R38 | ||
Außen | VF650/65 R38 | 420/85 R38 | ||
Hinten | VF750/70 R44 | VF750/75 R46 | VF900/65 R46 | VF480/95 R54 |
Innen | VF750/75 R46 | VF480/95 R54 | ||
Außen | VF750/75 R46 | VF480/95 R54 |
Hohe Leistung im außerlandwirtschaftlichen Einsatz

Große Schneefräsen, Holzhacker, Forstmulcher oder Bodenstabilisierungs- und Steinfräsen haben einen hohen Leistungsbedarf und werden häufig in unwegsamem Gelände eingesetzt. Diese Arbeiten erfordern zudem hohe Präzision und Wendigkeit beispielsweise auf engen Baustellen. Fendt VarioDrive, die optionale Rückfahreinrichtung, zahlreiche Bereifungsoptionen, die individuellen Ausleuchtungsoptionen, die regelbare Leistung und die flexible Nutzung vor Fräsen, Mulden, oder weiteren Anbaugeräten des Fendt 1000 Vario können hier produktiv eingesetzt werden.
Wird die Maschine beispielsweise vor einer Forstfräse eingesetzt, lässt sich durch die verfügbare Rückfahreinrichtung der gesamte Sitz samt Armlehne drehen. Die Rückfahreinrichtung verhindert eine konstante Verdrehung der Körperachse bei lang andauernden Arbeiten im Heck und sorgt für optimale Sicht auf das Anbaugerät. Wird der Fendt 1000 Vario im Winterdienst eingesetzt, erleichtert die beheizbare und robuste Verbundsicherheitsglas (VSG)- Frontscheibe die Sicht. Sie ist durch ihr spezielles Verbundverfahren robuster als herkömmliche Scheiben und hält so beim Kontakt mit Fremdkörpern besser stand, da das Glas mit integriertem Splitterschutz im Schadensfall zwar bricht, aber nicht in seine Einzelteile in die Kabine zerfällt. So werden Fahrerin oder Fahrer vor Verletzungen geschützt. Die Scheibenheizung beschleunigt das Abtauen, verhindert erneute Eisbildung und Beschlagen bei Schneefall. Zusätzlich dämpft die VSG-Frontscheibe Geräusche besser. Die neue Sitzgeneration steigert den Arbeitskomfort weiter. Für Einsätze im Kommunalbereich beispielsweise mit einer Schneefräse oder auf einer Baustelle ist für den Fendt 1000 Vario zudem ab Werk ein Scheibenwischer auf der rechten Seite serienmäßig verbaut.
Der Fendt 1000 Vario Gen4 kann ab Herbst 2025 bestellt werden.