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Fendt Maschinensteuerung, Ihre Verbindung zwischen Traktor und Anbaugerät.

Erst, wenn Schlepper und Anbaugerät miteinander kommunizieren können, lässt sich das volle Potenzial des Gespanns ausschöpfen. Und Sie arbeiten mit höchstem Komfort.




Standardisiertes System der Datenübertragung zwischen Schleppper und Anbaugerät ISOBUS
+ Automatische Teilbreitenschaltung zur Vermeidung von Überlappung Fendt Section Control
+ Maximaler Flächenertrag durch teilflächenspezifisches Arbeiten Fendt Variable Rate Control
+ Möglichkeit zur automatischen Steuerung bestimmter Funktionen des Traktors durch das Anbaugerät Fendt Implement Management (TIM)



Steigern Sie die Effizienz Ihres Gespanns: Variotronic Gerätesteuerung / Fendt ISOBUS.

Elektronik macht landwirtschaftliche Maschinen intelligenter. Dank ISOBUS können Traktor und Anbaugerät in derselben Sprache miteinander kommunizieren – und arbeiten damit sicherer, präziser und effizienter. Bei entsprechender Ausstattung übernimmt das Gespann bestimmte Funktionen völlig automatisch. Das entlastet den Fahrer und steigert die Produktivität.

ISOBUS – Das steckt dahinter

ISOBUS beschreibt ein standardisiertes System der Datenübertragung zwischen Schlepper und Anbaugerät. Die Standardisierung des Systems basiert auf der Norm ISO 11783. Alle Signale wie z. B. Geschwindigkeit oder Zapfwellendrehzahl liegen in genormter Form vor.

ISOBUS für jeden Anspruch

Ein ISOBUS System besteht aus verschiedenen Komponenten, einschließlich Traktor, Terminal und Arbeitsgerät. Dabei kommt es immer darauf an, was Terminal und Anbaugerät zu leisten in der Lage sind. Das ist wiederum abhängig davon, welche ISOBUS Funktionalitäten in den einzelnen Komponenten des ISOBUS Systems verfügbar und freigeschaltet sind. Nur Funktionalitäten, die in allen beteiligten Komponenten enthalten sind, lassen sich auch gemeinsam nutzen. Möchten Sie z. B. die automatische Teilbreitenschaltung Fendt Section Control einsetzen, muss die Funktion "TC-SC" sowohl auf dem Terminal als auch auf Ihrem Section-Control-fähigen Anbaugerät freigeschaltet sein.

Tractor Implement Management (TIM)

Mit Hilfe des TIM Standards kann ein Anbaugerät automatisch bestimmte Funktionen des Traktors steuern, wie z. B. Fahrgeschwindigkeit oder Steuerventile des Schleppers.

Task Controller Section Control (TC-SC)

Erledigt das automatische Schalten von Teilbreiten, etwa bei Sämaschinen, Pflanzenschutzspritzen und Düngerstreuern in Abhängigkeit von dem gewünschtem Überlappungsgrad.

Task Controller geo-based (TC-GEO)

Bietet im Vergleich zu TC-BAS zusätzlich die Möglichkeit, ortsbezogene Daten zu erheben bzw. ortsbezogen Aufträge zu planen, etwa mittels Applikationskarten. TC-GEO ist Voraussetzung für Fendt Variable Rate Control.

Task Controller basic (TC-BAS)

Dokumentiert bestimmte Summenwerte, die hinsichtlich der geleisteten Arbeit sinnvoll sind. Diese werden durch das Anbaugerät bereitgestellt. Der Datenaustausch zwischen Task Controller und Ackerschlagkartei findet dabei über das ISO-XML Datenformat statt.

Basic Tractor ECU (TECU)

Das Traktor ECU (Electronic Control Unit) ist der "Jobrechner" des Schleppers. Durch diesen Standard werden Informationen (z. B. Geschwindigkeit, Zapfwellendrehzahl, etc.) bereitgestellt und mit anderen Teilnehmern des ISOBUS Systems geteilt.

Auxiliary Control (AUX-N bzw. AUX-O)

Ermöglicht die Nutzung zusätzlicher Bedienelemente (z. B. Joystick), die das Bedienen von komplexen Geräten erleichtern. Der Fendt Multifunktionsjoystick ist voll ISOBUS-fähig.

Universal Terminal (UT)

Dieser ISOBUS Standard bietet die Möglichkeit, ein Anbaugerät an einem beliebigen Terminal zu bedienen bzw. ein Terminal zum Bedienen verschiedener Geräte einsetzen zu können.

Präzision, die sich auszahlt: Fendt Section Control.

Das rechtzeitige Ein- und Abschalten von Sämaschine, Düngerstreuer oder Spritze erfordert am Vorgewende durchaus etwas Übung. Je länger das Gespann, desto schwieriger wird es, den optimalen Zeitpunkt zu finden. Unförmige Flächen oder Keilstücke stellen zusätzliche Hürden für eine saubere Feldbearbeitung dar. Je größer dabei die Arbeitsbreite des eingesetzten Geräts, desto größer die unnötige Überlappung. Fendt Section Control verschafft hier Abhilfe.

Mit Fendt Section Control

Saubere Anschlüsse, auch auf ungünstig geschnittenen Flächen.

Ohne Fendt Section Control

Doppelt säen, spritzen oder düngen bedeutet unnötigen Betriebsmittelaufwand. Zu dichte Bestände führen außerdem zu unerwünschten Reifeunterschieden und Unkräutern.

So profitieren Sie von Fendt Section Control:

  • Einsparung von bis zu 15 % an Betriebsmitteln durch Vermeidung von unerwünschten Überlappungen
  • Reduktion des Krankheits-, Schädlings- und Unkrautdrucks durch Vermeidung von zu dichten Beständen und Fehlstellen
  • Entlastung des Fahrers, volle Konzentration auf Überwachung des Arbeitsgeräts
  • Steigerung der Arbeitsqualität durch saubere Anschlüsse am Vorgewende
  • Vorgewendemodus: Möglichkeit, zuerst das Feldinnere zu bearbeiten und im Anschluss das Vorgewende

Teilflächenspezifisch arbeiten, Ernteerträge maximieren: Fendt Variable Rate Control.

Jeder Schlag ist von Natur aus unterschiedlich, kein Feld ist in sich homogen. Abweichungen in Relief und Bodenart haben zur Folge, dass die Pflanzen nicht gleichmäßig versorgt werden können, was wiederum zu variierenden Pflanzenbeständen innerhalb eines Schlags führt. Um Ihren Flächenertrag zu maximieren, müssen Sie also Ihre Maßnahmen auf die individuellen Bodengegebenheiten ausrichten. Fendt Variable Rate Control ist genau dafür die passende Funktion.

Schöpfen Sie das Potenzial Ihrer Ackerflächen voll aus

Unter Variable Rate Control versteht man die teilflächenspezifische Steuerung der Ausbringmenge von Betriebsmitteln (Saatgut, Pflanzenschutzmittel oder Dünger). Damit Sie von dieser intelligenten Lösung profitieren können, benötigen Sie VarioDoc Pro / Fendt Task Doc, Fendt Section Control sowie eine Freischaltung für den ISOBUS Standard TC-GEO.


Ihre Vorteile durch Fendt Variable Rate Control:

  • Effizienzsteigerung: Maximierung des Flächenertrags bei gleichzeitiger Einsparung von Betriebsmitteln
  • Zeitersparnis: Verwendung des Auftragsberichts als Dokumentationsgrundlage für gesetzliche Anforderungen (z. B. Düngeverordnung)
  • Flexibilität: Unterstützung von ISO-XML sowie Shape Dateien

So funktioniert's

  • Die Grundlage für die Funktion Fendt Variable Rate Control ist eine Applikationskarte, die die optimalen Dosiermengen für die unterschiedlichen Feldzonen wiedergibt
  • Diese erstellen Sie im Vorfeld der geplanten Maßnahme mit Hilfe eines Farm Management Systems (z. B. NEXT Machine Management)
  • Sie können dabei auf Ihr eigenes Wissen bzgl. der Fläche zurückgreifen oder Sie verwenden Daten aus Bodenproben, Satellitendaten etc.
  • Die Applikationskarte übermitteln Sie anschließend im Rahmen eines Auftrags als standardisierte ISO-XML Datei bequem per USB oder Mobilfunk an die Maschine
  • Durch den Task Controller TC-GEO werden die festgelegten Soll-Ausbringmengen in Abhängigkeit der Position automatisch angepasst
  • Nachdem Sie Ihre Fläche vollständig bearbeitet haben, können Sie einen Auftragsbericht mit den tatsächlich ausgebrachten Mengen an Saatgut, Dünger oder Pflanzenschutzmittel zurück in Ihr Farm Management System schicken
  • Mit Fendt Variable Rate Control lassen sich bis zu fünf unterschiedliche Produkte gleichzeitig ausbringen.

Wenn die Maschine den Traktor steuert: Variotronic / Fendt Implement Management (TIM).

Mit dem Traktor Implement Management (TIM) kann ein Anbaugerät automatisch bestimmte Funktionen des Traktors steuern, zum Beispiel seine Fahrgeschwindigkeit oder Steuerventile. Dies ist möglich, sobald sowohl Traktor als auch Anbaugerät mit dem ISOBUS Baustein TIM ausgestattet sind. Weil das Anbaugerät seinen Betrieb selbst optimiert, ermüdet der Fahrer weniger, und das Gespann arbeitet produktiver. Momentan befindet sich dieser ISOBUS Standard noch in der finalen Entwicklung und muss nur noch den ISOBUS Konformitätstest durch die AEF erfolgreich durchlaufen. Bei Fendt ist Variotronic Implement Management schlepperseitig ab dem Fendt Vario 500 ProfiPlus optional erhältlich. Auf Seite der Anbaugeräte findet TIM zunächst Anwendung im Bereich Ladewagen (Fendt Tigo XR) sowie im Bereich Pflanzenschutzspritze (Fendt Rogator 300).

Der hat Ihren Fendt Vario im Griff: Fendt Tigo XR ist TIM ready

Die vollautomatische Durchsatzregelung kann beim Fendt Tigo XR über die Funktionalität Variotronic Implement Management (TIM) erfolgen. Der Kombiwagen bestimmt hierbei die Fahrgeschwindigkeit des Traktors, abhängig von der Pick-Up Auslastung. Je nach Schwadstärke liefert ein Sensor hierzu permanent Rückschluss über das an der Pick-Up anliegende Drehmoment. Dank TIM optimiert sich das Gespann aus Fendt Tigo XR und Fendt Vario selbst und arbeitet stets produktiv. Der Fahrer wird durch diesen intelligenten Assistenten deutlich entlastet und kann sich voll auf die Überwachung des Ladevorganges konzentrieren.

Immer die richtige Dosis: Fendt Rogator 300 ist TIM ready

Die gezogene Feldspritze Fendt Rogator 300 kann über die TIM Funktion mit einem TIM-fähigen Traktor kommunizieren und diesen automatisch steuern. In Kombination mit Fendt OptiNozzle arbeiten Spritze und Traktor besonders effizient zusammen. Die Pflanzenschutzspritze errechnet hierbei die optimale Geschwindigkeit passend zu den Düsenparametern, der angestrebten Abdriftreduktion und Ausbringmenge. Je nach verwendeter Düse oder Düsenkombination regelt die Feldspritze die Geschwindigkeit des Gespanns auf die errechnete Sollgeschwindigkeit. Damit wird sichergestellt, dass die Ausbringmenge immer mit der gewünschten Abdriftminderung erfolgt. Bei aktiver TIM Steuerung hat der Fahrer die Möglichkeit, die Geschwindigkeit anzupassen: Er wählt diese aus den vorgegebenen Geschwindigkeitsstufen aus. Das Gespann hält die gewählte Geschwindigkeit automatisch. Zeitgleich passt die Spritze die verwendete Düse bzw. Düsenkombination an die geänderte Geschwindigkeit an.

Fendt Smart Farming – Ihre nächsten Schritte