2017-10-26News

Ein Mann. Ein Schlepper. Eine Mission.

Seit zwei Jahren arbeitet Silvia Glaser in Uffing am Staffelsee. Ihr Vater gab ihr damals ein Versprechen: Ich besuche Dich mit dem Schlepper! Ein Mann, ein Wort. Am 28 Juli 2017 begab sich Heinrich Glaser auf den rund 400 km langen Weg vom badischen Achern-Fautenbach nach Uffing. Das Gefährt der Wahl: ein Fendt Dieselross Fix 1, Baujahr 1959.

Ein Mann. Ein Schlepper. Eine Mission.

Seit zwei Jahren arbeitet Silvia Glaser in Uffing am Staffelsee. Ihr Vater gab ihr damals ein Versprechen: Ich besuche Dich mit dem Schlepper! Ein Mann, ein Wort. Am 28 Juli 2017 begab sich Heinrich Glaser auf den rund 400 km langen Weg vom badischen Achern-Fautenbach nach Uffing. Das Gefährt der Wahl: ein Fendt Dieselross Fix 1, Baujahr 1959.

Im Sommer, direkt mit Beginn der Rente nimmt Heinrich Glaser sein Projekt in Angriff. Von seinem Nachbarn Markus Schindler, mit dem der begeisterte Oldtimer Fan schon seit Jahren zusammen arbeitet, leiht er sich das rüstige Fendt Dieselross.


Ausgestattet mit einem modifizierten Anhänger, das „Schlafzimmer auf Zeit“, machte sich der Rentner auf die große Reise. Die erste Etappe führte von Freudenstadt nach Neuhausen ob Eck. Dort traf er genau zum Scheunenfest des Posaunenchors ein und wurde herzlich aufgenommen. Für sein Vorhaben wird er natürlich von manchen belächelt, aber die meisten zollen ihm auch Bewunderung für diese außergewöhnliche Fahrt.

Der Lohr-Hof

Am nächsten Tag tuckerte Heinrich Glaser weiter Richtung Bodensee ins Degenhauser-Tal zum Lohr-Hof. Dieser Stopp war etwas ganz besonderes für ihn. Sein Vater, Leo Glaser hat dort nach dem Krieg seine Ausbildung gemacht und er selbst war als Kind das letzte Mal dort. Er staunte nicht schlecht, als er den modernen Milchviehbetrieb mit 70 Kühen und viel Technik in Augenschein nehmen konnte.

Nach einem starken Gewitter in der Nacht ging es dann weiter nach Marktoberdorf, der Geburtsstätte seines treuen, tuckernden Wegbegleiters. Schon von weitem sieht Heinrich Glaser den Schornstein mit der Aufschrift FENDT. „Ein wahrlich beeindruckender Anblick“, so der Oldtimer-Fan. Als er dann vor das Fendt Forum fährt und auf der Insel ein großer Fendt Schlepper mit einem Wender steht, kommt er aus dem Staunen nicht mehr raus. Aber auch bei Fendt staunte man nicht schlecht, was für ein Gefährt da vorfuhr. Es wurde gefachsimpelt und Herr Glaser berichtete von seinen Erfahrungen unterwegs. „Wenn ich unterwegs auf der Matt eine alten Schlepper im Einsatz beim Heuwenden gesehen hab, bin ich halt hingefahren und so gab es immer wieder gute und nette Begegnungen – überall bin ich herzlich begrüßt worden“, erzählt Glaser. Übernachtet hat er an diesem Abend in direkter Nachbarschaft von Fendt. Am nächsten Morgen besichtigt er Marktoberdorf. Zum Mittagessen geht er selbstredend in das Fendt Dieselross-Restaurant. Gut gestärkt geht’s auf die letzten Meter der langen Reise zu seiner Tochter.

In Marktoberdorf tankte Heinreich Glaser zum 3. Mal. Somit benötigte das Dieselross in fünf Tagen 35,03 Liter Treibstoff. Der Fahrer hingegen 10 Flaschen Wasser und 18 Flaschen Bier. Gegen Abend erreichte er dann Uffing am Staffelsee. Die 15 Pferde unter der Haube des Oldtimers haben ihn heil ans Ziel gebracht. Nun hatte das Dieselross auch etwas Pause. Ganz ohne Panne verlief die Tour leider nicht. Beim Besuch eines Oldtimer-Freundes auf dem Bichl-Hof passierte das Unglück: die Einspritzdüse hatte ein Riss. Da war guter Rat nicht teuer, denn sein Freund wusste genau wo man das Ersatzteil herbekommt. Nach selbstvollbrachter Reparatur konnte Heinrich Glaser problemlos die Heimreise antreten. Mit 17 km/h und bayrischer Fahne über dem Überrollbügel tuckerte er wieder heim, wo ihn große Anerkennung erwartete. Mission erfolgreich, Versprechen eingelößt!

Die Werkstatt in Stötten am Auerberg wusste Rat und hatte die passende Leitung für Heinricht Glaser.

Impressionen eines Dieselross-Reisenden

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