2020-02-17News

Erste „Smart Production“ Technologiekonferenz bei Fendt

Am 13. Februar trafen sich mehr als 180 Vertreter aus Start-up-Unternehmen und der Wirtschaft im Fendt Forum, um sich über die Zukunft der produzierenden Industrie auszutauschen.

Erste „Smart Production“ Technologiekonferenz bei Fendt

Am 13. Februar trafen sich mehr als 180 Vertreter aus Start-up-Unternehmen und der Wirtschaft im Fendt Forum, um sich über die Zukunft der produzierenden Industrie auszutauschen.

Die erste „Smart Production“ Technologiekonferenz im Fendt Forum zeigte, dass digitale und innovative Technologien direkt im Allgäu entstehen und das Allgäu ein spannender Wirtschaftsstandort für Start-ups ist. Unter dem Titel „Zukunftstechnologien in der produzierenden Industrie“ wurden von verschiedenen Unternehmen die Umsetzung von Themen rund um Digitalisierung, Big Data, künstliche Intelligenz, Robotik oder Sensorik vorgestellt und diskutiert. So entwickelt ein Start-up eine künstliche Intelligenz, die durch Machine Learning vorausschauend Waren bestellen kann, ein anderes Unternehmen stellte Möglichkeiten vor, bestehende Produktionslinien im Automobilbereich auf den wachsenden Bedarf nach Individualisierung umzustellen. In allen Vorträgen wurde deutlich, dass bei aller Innovation immer der Mehrwert für den Kunden oder die Mitarbeiter im Vordergrund stehen muss.

Ekkehart Gläser, Geschäftsführer der Fendt Produktion

Fendt hat bereits viel Erfahrung in der Umsetzung digitaler und innovativer Technologien gesammelt. „Wir haben hier in Marktoberdorf die modernste Traktorenfabrik der Welt. Vergangenes Jahr haben wir rund 19.000 Traktoren in acht verschiedenen Baureihen auf einem Montageband produziert – vom Fendt 200 Vario Spezialtraktor mit 70 PS bis hin zum Fendt 1050 Vario mit über 500 PS“, erläuterte Ekkehart Gläser, Geschäftsführer der Fendt Produktion in seinem Vortrag. 95 Prozent der in Marktoberdorf gefertigten Traktoren sind Unikate. Fendt baut die unterschiedlichen Schlepper auftragsbezogen mit einer Losgröße von eins. Möglich ist dieses Produktionsverfahren durch eine variable Taktzeit am Montageband - den sogenannten „VarioTakt“. Die Produktion der Traktoren wird so geplant, dass die Mitarbeiter immer ausreichend Zeit für die Montage der unterschiedlichen Traktorenmodelle haben bei zeitgleich konstanter Arbeitsbelastung. Zusätzlich werden moderne Technologien verwendet, um Mitarbeiter bei ihrer Arbeit zu unterstützen. So werden beispielsweise Smart Watches zur Informationsweitergabe oder auch Austauschplattformen für das werksübergreifende Wissensmanagement eingesetzt. „Unsere Mitarbeiter sind unser Erfolgsfaktor. Deshalb beziehen sie bei Entscheidungen zum Einsatz neuer Technologien aktiv mit ein. Nur wenn sie diese Technologien sinnvoll nutzen können, setzen sie sich im Arbeitsalltag durch“, so Ekkehart Gläser weiter.

Die Teilnehmer und Aussteller der Konferenz waren aus München, der Region Allgäu aber auch aus Dortmund oder Tirol angereist. Walter Kraus aus München meinte: „Die Tagung hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Die Vorträge waren spannend, aber mein Highlight war die Werksführung. Dabei hat mich der VarioTakt sehr beeindruckt, weil eine Fertigung mit einer Losgröße von eins eine hohe Menge an Intelligenz und vor allem eine gute interne Logistik erfordert“, so der selbständige Berater für Produktionsmanagement.

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