Fendt Workgroup – Felddatenaustausch

Für übersichtliches und einsatzsicheres Arbeiten mehrere Maschinen auf einem Feld können landwirtschaftliche Betriebe und Lohnunternehmen zukünftig auf dem FendtONE Fahrerarbeitsplatz in gemeinsamen Arbeitsgruppen arbeiten. Innerhalb dieser betriebsunabhängigen Gruppen können Felddaten zwischen verschiedenen Maschinen ausgetauscht werden. Dazu zählen:
- Feldgrenzen
- Spurlinien
- bearbeitete Fläche und Hindernisse
- aktuellen Positionsdaten
Sind zwei identische Gespanne, beispielsweise bei der Aussaat, auf dem gleichen Feld unterwegs, kann die bereits gesäte Fläche von beiden Fahrern eingesehen und von den Maschinen zum Schalten von Section Control genutzt werden. Überlappungen werden reduziert und die Zusammenarbeit beider Gespanne bei schlechten Sichtverhältnissen und knappen Arbeitszeitfenstern deutlich verbessert. Das gilt auch bei Tätigkeiten, die aufeinander folgend stattfinden, wie Schwaden und Pressen im Grünland oder die klassischen Ernteketten im Ackerbau.
Treten einige Maschinen der Arbeitsgruppe nachträglich bei, können die bisher erfassten Informationen gesammelt übertragen werden, sodass alle Beteiligten auf einen einheitlichen Informationsstand arbeiten.
Diese Funktion ist im Juni 2026 für den FendtONE Fahrerarbeitsplatz verfügbar.
Spurführung – Arbeitsspur erweitert den Fendt Contour Assistant

Für Landwirte und Lohnunternehmen, die wenig Erfahrung mit Lenksystemen haben bietet Fendt für die Ausstattungsoption Fendt Contour Assistant nun mit der Ergänzung „Arbeitsspur“ einen Spurlinientyp an, der sich an die Arbeitsweise des Fahrers anpasst. Das System bietet aufgrund seiner einfachen Bedienung Vorteile für Einsteiger in die Spurführung und bei weniger komplexen Feldarbeiten, sowie für Lohnunternehmer, die keine Feldgrenzen oder Spurlinien zu den Flächen ihrer Kundinnen und Kunden vorliegen haben.
Aktiviert der Fahrer die Funktion „Arbeitsspur“ und fährt mit einem Dreipunktanbaugerät manuell eine erste Spur auf dem Feld, errechnet das System die folgende Arbeitsspur in dem es sich an der bereits bearbeiten Fläche orientiert.
Bei Pflanzenschutzarbeiten können Fahrerinnen und Fahrer beispielsweise nun zunächst das Vorgewende bearbeiten, ohne vorab verschiedene Spurlinien aufzeichnen zu müssen und anschließend direkt die automatische Spurführung zu aktivieren. Das System bietet, je nach Position des Traktors auf Grundlage des bearbeiteten Vorgewendes die passenden Spuren an, ähnlich der Grundfunktionalität des Fendt Contour Assistant. Mit dieser einfachen Bedienung reduziert die Option den Zeitaufwand zur Aktivierung der Spurführung und bearbeitet Flächen effizienter. Ein weiterer Vorteil: Sobald der Modus Arbeitsspur aktiviert ist, muss keine separate Spur aufgezeichnet werden. Damit ist das System für Einsteiger in Spurführungssystem besonders geeignet.
Spurführung - Vorgewendemanagement bei Hindernissen

Teiche, Strommasten oder Gebäude können bereits als Hindernis in einem Feld auf der Maschine eingefahren, markiert oder über FendtONE offboard in ein Feld eingezeichnet werden. Nun kann ergänzend um Hindernisse im Feld eine Vorgewendelinie erstellt werden. So kann bei einem Wasserlauf, Teich oder Gebäude im Feld zuverlässig der volle Funktionsumfang von Section Control und TI Auto, dem automatischen Abspielen der TeachIn Sequenz am Vorgewende, genutzt werden. Dieses Update gilt für alle Maschinen mit dem FendtONE Fahrerarbeitsplatz ab November 2025.
Anbaugeräte noch intuitiver steuern

Ein Update aus dem November 2024 hat die Übersichtlichkeit bei der Steuerung ISOBUS Anbaugeräte über den FendtONE Fahrerarbeitsplatz verbessert. Mit einem Softwareupdate im November 2025 können zukünftig zwei ISOBUS-fähige Anbaugeräte gleichzeitig und unabhängig voneinander auf dem FendtONE Fahrerarbeitsplatz bedient werden. Dies kommt vor allem bei der Kombination zweier Arbeitsschritte in einem Gespann zum Tragen, wie beispielsweise die Kombination von Düngung und Aussaat mit einem Anbaugerät in der Front und einem im Heck.
„WiFi Connector“ für Regionen mit schlechter Netzabdeckung

In Regionen mit großflächig schlechter Netzabdeckung können Telemetriedaten oft nicht direkt vom Feld übertragen werden. Mit dem neuen „WiFi Connector“ werden Telemetriedaten nachträglich aktualisiert. Hierfür wird der Traktor als Client in einem WLAN-Netzwerk aufgenommen. Sobald die Maschine wieder das betriebseigene WLAN erreicht, werden die Daten automatisch übertragen. Diese Daten kann der Betriebsleiter im Nachgang auslesen und beispielsweise zur Analyse der Maschinenauslastung oder die Planung des Folgetages nutzen. Zudem können Händler zu Diagnosezwecken auf die erfassten Maschinendaten zugreifen und die Standzeit bei Reparaturen verkürzen. Die Einrichtung des „WiFi Connector“ erfolgt über die Fendt Connect-App. Die Funktion ist zunächst exklusiv für Brasilien verfügbar, ab November 2025 ist die Funktion global verfügbar.
FendtONE offboard

Verfügbarkeit von FendtONE offboard
FendtONE offboard ist nun für alle interessierten Kunden zugänglich. Wie aus gängigen Onlineportalen bekannt, kann ein FendtONE offboard Konto über die Startseite von Fendt.ONE unter der individuellen E-Mailadresse erstellt werden.
FendtONE offboard ist bereits in den Märkten Deutschland, Großbritannien, Irland, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, der Schweiz, Österreich, Dänemark, Schweden, Norwegen, Polen und Slowenien für Kundinnen und Kunden ausgerollt.
Visualisierung von Fahrgassen
Während der Aussaat werden Fahrgassen für die nachfolgenden Prozessschritte angelegt. FendtONE offboard kann diese Fahrgassen nun visualisieren und mit einem Auftrag für Pflanzenschutz oder Düngung direkt auf das Traktorterminal senden. Entwickelt wurde diese Funktion, um das Auffinden der Fahrgassen auf dem Feld für beispielsweise die Vorauflaufapplikationen zu erleichtern. Außerdem kann anhand der Fahrgassenvisualisierung die Spurführung präziser eingerichtet werden. Die Fahrgassen werden mit dem Task Report der Aussaat direkt von der Maschine in FendtONE offboard importiert. Die Funktion ist bereits seit März 2024 verfügbar.
Optimierte A-B Linien für die Spurführung erstellen

Häufige Wendemanöver sorgen für Zeitverzug und höhere Bodenverdichtung am Vorgewende. Für FendtONE offboard ist seit Sommer 2024 der „Spurliniengenerator“ verfügbar. Damit werden bei der Erstellung eines Auftrags auf Wunsch die optimalen Spurlinien mit minimalen Wendevorgängen anhand der Feldgrenzen errechnet. Das spart Ressourcen und dient der Bodenschonung.
Einfaches Konvertieren von Felddaten gemischter Flotten

Zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe nutzen gemischte Flotten sowie unterschiedliche Lösungen für die Spurführung. Dabei stellen die Anbieter und Landtechnikhersteller Feldgrenzen und Spurlinien in verschiedenen Datenformaten dar. Mit dem Felddaten Konverter können die unterschiedlichen Felddatenformate in FendtONE offboard hochgeladen und in ein gewünschtes Zielformat konvertiert werden. Felddaten aus unterschiedlichen Quellen werden so für die gesamte gemischte Flotte nutzbar.
Feldgrenzen erstellen und anpassen

Feldgrenzen sind die Voraussetzung, um Prozessschritte digital auf dem Feld zu erfassen. Neben dem Importieren von Feldgrenzen unterschiedlicher Formate können nun auch Feldgrenzen für neue Felder in FendtONE offboard eingezeichnet werden. Ergänzend können Feldgrenzen schnell und einfach verschoben werden, beispielsweise für einen Blühstreifen. Alternativ kann diese Funktion auch im Gemüseanbau eingesetzt werden, um Felder für den Anbau verschiedener Salat- oder Kohlsorten auf einer Fläche zu teilen.
Anzeige von GPS-Daten

FendtONE offboard zeigt seit Sommer 2024 neben der Live-Position ergänzend die GPS-Positionen der Maschinen der letzten 24 Stunden an. Damit können Maschinenbewegungen länger nachvollzogen werden. FendtONE greift dabei auf die Telemetriedaten der Maschine zurück und visualisiert Arbeitszeiten und Stillstandszeiten in unterschiedlichen Farben. Damit sind die Produktivzeiten der Maschine besonders schnell ersichtlich.