Nachhhaltigkeit bei Fendt - Weil wir an die Zukunft denken.

Die Welt steht vor großen Herausforderungen. Im Jahr 2050 werden rund zehn Milliarden Menschen auf unserem Planeten leben. Um diese ernähren zu können, und gleichzeitig die bestehenden Ressourcen möglichst effizient einzusetzen, sind innovative technische Lösungen gefragt.

Fendt trägt bereits heute Wesentliches zu einer globalen nachhaltigen Landwirtschaft bei. In Zukunft werden wir dieses nachhaltige Engagement ganzheitlich weiterentwickeln, in unsere Unternehmensstrategie integrieren und unser unternehmerisches Handeln danach ausrichten.

Wir sind mit unseren Produkten nah an der Natur, und geben unser Bestes, um diese zu schützen und zu erhalten. Unser nachhaltiges Engagement basiert auf der Überzeugung, dass wir als Traditionsunternehmen Verantwortung für diese und zukünftige Generationen übernehmen wollen. Und weil wir überzeugt sind, dass dies der Weg zu einem wirtschaftlich gesunden und nachhaltigen Wachstum für uns, unsere Partner und Kunden ist.

Die fünf Handlungsfelder:

Im Rahmen unseres Engagements haben wir fünf zentrale Handlungsbereiche definiert, in denen wir unsere Nachhaltigkeits-Aktivitäten bündeln.

Produktion

Fendt treibt die Nachhaltigkeit in der eigenen Produktion voran. Im Fokus stehen dabei die Energieerzeugung und der Energieverbrauch: Hier setzen wir auf den Vierklang aus Messen, Vermeiden, Vermindern und Substituieren.

Wir erhöhen unsere Energieeffizienz, indem wir beispielsweise unsere Beleuchtungssysteme erneuern, unsere Gebäude energetisch sanieren und in der Produktion modernste Technologien einsetzen; durch die Schulung unserer Mitarbeitenden schaffen wir es, dass alle ihren Beitrag leisten können. Allein im Jahr 2019 konnten wir durch unsere verschiedenen Maßnahmen 900.000 kWh Energie an den Standorten Marktoberdorf und Bäumenheim einsparen. Und: Wir haben es geschafft, unseren Produktionsanstieg vom Energieverbrauch zu entkoppeln. Pro Schlepper haben wir in der Produktion in Marktoberdorf 2019 beispielsweise 1.992 kWh Strom benötigt – mehr als 200 kWh weniger als im Vorjahr.

Unseren Energieverbrauch können wir als produzierendes Unternehmen nicht auf null senken. Deshalb setzen wir zusätzlich auf erneuerbare Energien: Unsere Wärme erzeugen wir mit Holzhackschnitzeln aus der Region. Wir erzeugen und nutzen somit nicht nur Wärme aus erneuerbaren Quellen, sondern beziehen die Holzhackschnitzel regional bei unseren Kunden aus der Forstwirtschaft. Mit unserer Photovoltaik-Anlage erzeugen wir eigenen Strom und verwenden auch darüber hinaus in Marktoberdorf und drei weiteren Standorten 100 Prozent Grünstrom – entsprechend sind unsere CO2-Emissionen aus dem Strom-Energieverbrauch hier auf null gesunken, für den gesamten Energiebereich konnten wir die Emissionen in den letzten drei Jahren um 70 Prozent verringern.

Produkte / Kunde

Die stärkste Wirkung für die ökologische Nachhaltigkeit erzielen wir dort, wo es drauf ankommt: bei unseren Produkten. Damit helfen wir unseren Kunden, einen starken Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu leisten.

Durch den Einsatz unseres Variogetriebes sparen Landwirte bereits jetzt jährlich 336 Millionen Liter Diesel-Treibstoff. Möglich wird das durch umweltschonende Technik: vom bedarfsgerechten Lüfterantrieb über unser Niedrigdrehzahlkonzept bis zum getrennten Ölkreislauf für Hydraulik und Getriebe.

Zahlreiche Technologien helfen, die wichtigste Ressource unserer Kunden, den Boden, zu schonen: zum Beispiel im Bereich Traktor mit der Technologie VarioGrip, die das dynamische Anpassen des Luftdrucks der Reifen ermöglicht. Oder mit der Einzelkornsämaschine Fendt MOMENTUM mit Precision Planting Technologie, die bei reduziertem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Kraftstoff höhere Erträge bringt.

Mit innovativen digitalen Lösungen im Bereich Smart Farming, wie beispielsweise FendtONE, erreichen wir mehr Effizienz und einen optimierten Einsatz von Ressourcen.

Und wir blicken in die Zukunft: Unter Hochdruck entwickeln wir den bereits preisgekrönten Fendt e100 Vario. Der Fendt e100 Vario ist ein vollelektrisch angetriebener und damit emissionsfreier Traktor, mit dem unsere Kunden nicht nur ihre Energiekosten, sondern auch die Wartungs- und Servicekosten optimieren. Zudem kann am Betrieb ökologisch erzeugter Strom (Solar, Wind, Biogas) direkt wiederverwendet werden.

Ebenfalls für die Landwirtschaft der Zukunft haben wir unser Projekt Fendt Xaver entwickelt. Fendt Xaver wird mit kleinen, im Schwarm arbeitenden Robotereinheiten und mit Hilfe einer cloud-basierten Lösung die präzise Aussaat von Mais planen, überwachen und exakt dokumentieren. Das geringe Gewicht der Roboter sorgt dabei für eine besonders schonende Feldbearbeitung sowie höchste Sicherheit und den sparsamen und effizienten Einsatz von Düngemitteln oder Pflanzenschutzmitteln – und das rund um die Uhr, Tag und Nacht.

Mitarbeitende

Unsere Mitarbeitenden sind der Garant für die Fendt Qualität. Deren traditionell starke Identifikation mit dem Unternehmen und unseren Produkten fördern wir und bauen diese stetig aus

Mit unserem Gesundheitsmanagement tragen wir dazu bei, dass die Mitarbeitenden langfristig gesund und leistungsfähig bleiben. Unser Gesundheitsleitbild steht dabei im Zentrum und definiert die wesentlichen Inhalte – hierzu gehören Angebote zur Prävention und Gesundheitsförderung, das Schaffen eines modernen Arbeitsumfeldes und das Pflegen einer respektvollen Unternehmenskultur.

Vor dem Hintergrund unserer Unternehmenswerte werden wir die über 400 Führungskräfte in Deutschland unter anderem zu Themen wie Diversity und Inclusion schulen, wir partizipieren am Girls Day in Schulen, führen Karrieretage speziell für Studentinnen im MINT-Bereich durch und etablieren ein internes Mentoringprogramm, um Potentialträgerinnen und -träger sowie Frauen in Führungsverantwortung gezielt mit Mitgliedern des oberen Managements zu vernetzen.

Und: wir leben eine proaktive Fehlerkultur. Im Rahmen der internen Kampagne „Zusammen sind wir besser“ rufen wir bei der Aktion „Voll versemmelt“ Mitarbeitende in der Produktion dazu auf, Fehler publik zu machen – und belohnen diese symbolisch dafür. Zudem wird durch die begleitende Kommunikation dafür geworben, individuelle Fehler als wertvollen Teil des gemeinsamen Lernens bei Fendt zu begreifen.

Lieferkette

In einer globalisierten Welt ist es besonders wichtig, die Lieferkette nachhaltig zu organisieren und eng mit den Lieferanten zusammenzuarbeiten.

Wir setzen traditionell auf unsere Fertigungstiefe und bauen diese aus: Den Rahmenunterlenker haben wir neben zehn weiteren Bauteilen im Jahr 2020 in unsere Produktionskette integriert und zerspanen und montieren diese in Marktoberdorf. Diese Teile müssen künftig nicht mehr vom Lieferanten zu uns transportiert werden. Gleichzeitig können wir sie durch unsere Effizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien an unserem Produktionsstandort emissionsfrei produzieren.

Teile, die wir nicht selbst herstellen, versuchen wir möglichst regional zu beziehen: 66 Prozent unserer Zulieferer haben ihren Sitz in Deutschland, weitere 28 Prozent im europäischen Ausland. Aber auch, wenn die Zulieferer nah sind, hat die Art des Transports einen großen Einfluss auf die Emissionen unseres Unternehmens. Wir haben es in den letzten fünf Jahren geschafft, unsere Emissionen in der Beschaffungslieferkette pro transportiertem Kilo um 35 Prozent zu reduzieren. Dies gelingt durch eine optimierte Kombination von Schiene und Straße, die Nutzung von alternativen Antrieben wie Erdgas und das intelligente Bündeln von Lieferfahrten.

Nicht zuletzt: wir achten darauf, die Qualität der zugelieferten Produktionsteile stetig zu steigern. So haben wir die Ausschusszahlen (die so genannte PPM-Rate) von 2016 bis 2020 um mehr als 63 Prozent gesenkt und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung in unserer Lieferkette.

Gesellschaft

Wertachtal-Werkstätten

Fendt ist als Unternehmen stark in der Region rund um Marktoberdorf verwurzelt. Das zeigt sich auch im gesellschaftlichen Engagement des Unternehmens.

Bereits seit den 1980er Jahren besteht eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit den örtlichen Wertachtal-Werkstätten. Dort arbeiten Menschen, die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder nicht wieder auf dem Arbeitsmarkt tätig sein können. Für uns sind die Mitarbeitenden der Werkstätten an vielerlei Stellen im Einsatz. Sie sind fester Bestandteil des Fertigungsbereiches und arbeiten in der Buchhaltung mit, teilweise auch direkt bei Fendt vor Ort. Aus einer ersten lokalen Kooperation mit sozialem Charakter ist längst eine für alle Seiten wirtschaftliche Zusammenarbeit entstanden – mehr als 500 verschiedene Teile werden mittlerweile von den Werkstätten für uns bearbeitet, vor allem in der Serienproduktion, aber auch für den Ersatzteilbereich. Entsprechend wächst auch seit Jahren der Umsatz, den die Mitarbeitenden der Werkstätten bei Fendt erwirtschaften.